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Wer ist betroffen?

Wer an MS erkrankt, wird oft mit vielen Vorurteilen konfrontiert. Manche Menschen verwechseln die Multiple Sklerose mit Muskelschwund (beides kann mit MS abgekürzt werden). Muskelschwund (oder Muskeldystrophie, wie es medizinisch richtig heißt) beginnt häufig schon im Kindesalter und endet oft bereits früh tödlich, da mit der Zeit auch die Herz- und Lungenmuskulatur abgebaut wird. Menschen, die von der Multiplen Sklerose betroffen sind, können hingegen ein beinahe normales Alter erreichen. Oft leben sie viele Jahre mit ihrer Krankheit, ohne daß von außen viel davon bemerkt wird. 

Hartnäckig hält sich auch die Vorstellung, daß Menschen mit MS ein Leben als Schwerbehinderte im Rollstuhl führen müßen. Der Schock kann deshalb groß sein, wenn Angehörige oder Freunde von der Krankheit erfahren. Doch tatsächlich wird nur etwa ein Fünftel der an MS Erkrankten jemals auf einen Rollstuhl angewiesen sein.

Eine MS ist auch nicht ansteckend, was Untersuchungen an Ehepartnern und nahen Verwandten (beispielsweise eineiigen Zwillingen) von Erkrankten zeigen. Zwar gibt es bestimmte familiäre Dispositionen, doch sind die Erkrankungsfälle nicht wesentlich zahlreicher als in anderen Vergleichsgruppen. Jeder Mensch ist einzigartig, was auch erklärt, warum eineiige Zwillinge, die ja das selbe Erbmaterial haben, nicht zwangsläufig an den selben Krankheiten leiden müßen.

MS beginnt meist im Alter zwischen 20 und 40 Jahren, doch können auch bereits bei Kindern Symptome einer Multiplen Sklerose beobachtet werden. Die definitive Diagnose wird hier jedoch häufig erst später gestellt. Das Durchschnittsalter bei der Diagnose liegt bei 30 Jahren. Weniger günstige Krankheitsverläufe betreffen oft ältere Menschen, was jedoch nicht heißt, daß eine Erkrankung im fortgeschrittenen Alter in jedem Fall ungünstiger verlaufen wird. 

Frauen erkranken fast doppelt so häufig an der Multiplen Sklerose wie Männer. Woran das liegt, darüber kann man nur spekulieren. Vielleicht nehmen sich Frauen prinzipiell belastende Situationen mehr zu Herzen als Männer?

Weltweit sind etwa 2,5 Millionen Menschen von der MS betroffen. In den wirtschaftlich höher entwickelten Ländern ist die Häufigkeit deutlich erhöht. Das Erkrankungsrisiko kann je nach Land oder Region sehr unterschiedlich sein. Zonen mit gemäßigtem Klima scheinen dabei mehr betroffen zu sein, während nahe dem Äquator lebende Menschen seltener an Multipler Sklerose erkranken. Dies gilt sowohl für die nördliche, als auch für die südliche Hemisphäre. Im deutschsprachigen Raum gibt es auf 100 000 Einwohner ca. 150 Menschen, die mit der Diagnose MS leben.

MS-Verbreitung

 


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