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Liebe

Copyright by Michael Andre May/pixelio.deWenn man die Multiple Sklerose einmal genau betrachtet, erkennt man, dass die Abwehr des Körpers sich offenbar gegen die eigenen Zellen richtet. Dies führt, gemäss der anthroposophischen Auffassung, zu Kälte und schliesslich zu Verhärtung (Sklerose).

Im übertragenen Sinn lässt sich daraus ableiten, dass die Energie eines Betroffenen sich wahrscheinlich oftmals gegen sich selbst richtet. An MS erkrankte Menschen neigen dazu, sich selbst zu wenig zu lieben. Um sich vor möglichen Verletzungen zu schützen, verschliessen sie ihr Herz und trennen sich so von ihren Gefühlen ab. Dies wird von der Umgebung als kalt und hart empfunden, was wiederum genau dem Bild der MS entspricht: die Kälte führt zur Verhärtung.

Den Mut zu finden, sein Herz wieder zu öffnen ist der einzige Weg, der aus diesem Dilemma hinaus führt. Wer sich ständig verschliesst, spürt weder sich selbst noch seine Umgebung. Man lässt sich von nichts mehr berühren. Dies spiegelt sich in den häufig auftretenden Empfindungsstörungen.

Um dem zu begegnen, müssen wir also lernen, unser Herz wieder zu öffnen. Da die Verschlossenheit jedoch häufig ein Schutzmechanismus ist, kann dies starke Ängste auslösen. Es empfiehlt sich, die auftretenden Ängste einmal genau zu betrachten und sich damit auseinander zu setzen. Wer dies nicht alleine schafft, kann sich Hilfe bei einem Psychotherapeuten suchen.

Freude ist ein gutes Hilfsmittel, um zu Liebe zu gelangen. Tun Sie also Dinge, die Ihnen Spass bereiten oder bei denen Sie eine gewisse Befriedigung verspüren. Manchmal ist es einfacher, die Natur, sein Hobby oder ein Tier zu lieben als einen Menschen, denn hier bewegt man sich auf sicherem Boden und wird nicht verletzt.

Wenn es darum geht, sein Herz auch anderen Menschen wieder zu öffnen, sollte man vielleicht mit jenen beginnen, von denen man weiss, dass man ihnen sehr viel bedeutet. Oft werden dies die Eltern oder eigenen Kinder sein, manchmal auch der Partner oder die Partnerin. "Vertrauen" lautet hier das Zauberwort, denn durch Vertrauen überwindet man die Angst. Das braucht manchmal viel Mut, aber was können wir schon verlieren? Ich habe oft das Gefühl, mich auszuliefern, wenn ich jemandem mein Herz öffne. Es fühlt sich an, als würde man völlig hilflos und verletzlich dastehen. Oft denke ich, es sei gefährlich, sein Herz zu öffnen, weil man dann Gefahr läuft, vernichtet zu werden. Aber in Wahrheit können wir gar nicht vernichtet werden, denn wir sind geistige Wesen. Und Geist ist ewig. Alles, was uns geschieht, ist nur dazu da, dass wir daraus lernen und daran wachsen können.

Oft noch schwieriger ist es, sich selbst zu lieben. Hilfreich kann hier sein, einmal bewusst auf die Dinge zu hören, die andere an einem schätzen. Oder man versucht, sich selbst so zu sehen, wie einen die eigenen Eltern, die Kinder oder der Partner sehen. Zu mir hat einmal jemand gesagt "versuche dich selbst so zu lieben, wie du deine Kinder liebst". Das hat mich sehr beeindruckt. Man wünscht sich für die Kinder ja nur das Beste, wird schnell wütend, wenn jemand sie schlecht behandelt und verteidigt sie, wenn nicht gut über sie gesprochen wird. Das selbe sollte man auch für sich selber tun. Immer wieder kommt es jedoch vor, dass uns dies zu schwierig erscheint. Lieber leiden wir stumm, als uns für unsere Bedürfnisse zu wehren. Andere sollen erraten, was wir brauchen. Aber um wirklich zu bekommen, was einem fehlt, muss man sich dafür einsetzen.

Das grösste und beste aller Heilmittel ist und bleibt die Liebe. Schlussendlich geht es darum, alles und jeden zu lieben, eingeschlossen sich selbst. Entziehen wir irgend einem Teil der Schöpfung unsere Liebe, entsteht ein Missverhältnis, das sich oft in einer Störung oder Krankheit ausdrückt. Wenn wir etwas nicht akzeptieren können, bedeutet das, dass wir es nicht lieben. Wir verschliessen uns diesem Teil des Lebens und trennen uns somit davon ab.

Auch eine Krankheit oder Behinderung will akzeptiert werden, denn sie hält eine Botschaft für uns bereit. Öffnen wir uns dem, was wir daraus lernen können oder sind dankbar für die neuen Möglichkeiten, die sich uns bieten, dann gehen wir einen Schritt weiter. Haben wir die Lektion verinnerlicht, darf die Krankheit sich wieder aus unserem Leben zurückziehen.

Möge unser Herz offen sein und erfüllt von Freude und Dankbarkeit.

 


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