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Homöopathie

Copyright by Dr. Leonora Schwarz/pixelio.deDie Kernthese der Homöopathie lautet, dass eine geringe Menge einer Substanz genau die Krankheit zu heilen vermag, die sie in grösseren Mengen verursacht. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, studierte Medizin und Chemie. Jedoch hatte er als Arzt nicht das Gefühl, heilen zu können. Als seine Kinder ernsthaft erkrankten, ohne dass er ihnen helfen konnte, gab er seine Praxis auf und entwickelte die Homöopathie. Er ging davon aus, dass des Ungleichgewicht im Körper nicht von der Krankheit her rühre, sondern davon, dass dieser sich dagegen wehre. Und in diesem Kampf musste er unterstützt werden. Die Krankheitssymptome deutete er also als Heilungsversuche, denen man nicht entgegenwirken sollte. Mit der Krankheit hat demnach bereits der Gesundungsprozess begonnen.

Die Homöopathie funktioniert nach dem Prinzip, dass Ähnliches mit Ähnlichem geheilt wird. Jedes Mittel verfügt über ein sogenanntes Arzneimittelbild. Dieses zeigt auf, welche Symptome bei einem gesunden Menschen durch diese Substanz hervorgerufen werden können. Homöopathische Mittel entstehen, indem eine Urtinktur verdünnt und verschüttelt wird, so dass eine Potenz davon entsteht. Je höher die Potenz, desto weniger ist von der ursprünglichen Substanz noch enthalten. Höhere Potenzen wirken oft gerade äusserst intensiv, da durch die Verdünnung das Stoffliche immer mehr verschwindet, während mittels Verschüttelung der Geist freigesetzt wird.

Für eine Erkrankung gibt es nicht einfach ein richtiges Mittel. Um die jeweils zum Patienten und seinen Symptomen passende Substanz zu finden, nimmt der klassische Homöopath einen ausführlichen Lebenslauf des Betroffenen auf und stellt ihm viele Fragen, die einen manchmal seltsam anmuten, da sie mit der Erkrankung nichts zu tun zu haben scheinen. Aber all’ dies ist wichtig. Je besser ein Therapeut die Kunst der Arzneifindung beherrscht, umso grösser wird die Chance, die passende Substanz zu finden und dem Patienten helfen zu können.

Die ausgewählte Arznei wird in der Regel nur ein einziges Mal und meist in Form von wenigen Zuckerkügelchen eingenommen. Wer, wie ich, gut auf die Homöopathie anspricht, wird verblüffende Wirkungen erleben, sobald das passende Mittel gefunden ist. Innerhalb kurzer Zeit können langjährige Symptome auf einmal verschwinden oder sich zumindest extrem bessern.

Es kann aber auch sein, dass sich zunächst nichts verändert und andere, meist früher gekannte Beschwerden sich melden. Dies ist ein gutes Zeichen, denn oft läuft das gesamte Krankheitsgeschehen chronologisch rückwärts noch einmal ab.

Weiter ist es möglich, dass eine sogenannte Erstverschlimmerung auftritt. Auch sie zeigt, dass das passende Mittel gefunden wurde. Meist verschwinden diese Symptome nach kurzer Zeit wieder, und es tritt häufig eine bemerkenswerte Besserung ein.

Die MS zeigt viele Gesichter. Jeder Erkrankte hat eine andere Geschichte, unterschiedliche Symptome und erlebt die Krankheit in seiner eigenen, individuellen Art. Aus diesem Grund wird bei jedem ein anderes Mittel helfen. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Betroffene gerade auf EINE bestimmte Arznei schwören, wie beispielsweise die Distemperinum-Nosode, die aus der Hundestaupe gewonnen und in der Potenz D 200 als Reaktionsmittel empfohlen wird. Klassische Homöopathen äussern sich dazu jedoch besorgt. Sie betonen, dass eine Arznei ausnahmslos nach dem Ähnlichkeitsgesetz verordnet und nicht über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen werden sollte. Nach der einmaligen Gabe einer Hochpotenz müsste vorerst einmal die Reaktion abgewartet werden, bevor davon mehr eingenommen wird. Es ist zwar verständlich, dass Betroffene sich in ihrer Verzweiflung an jeden Strohhalm klammern, aber die kompetente Beratung durch einen gut ausgebildeten und erfahrenen klassischen Homöopathen ist der blinden Selbstmedikation allemal vorzuziehen.

Manchmal scheint es schwierig zu sein, einen guten Homöopathen zu finden. Oft ist es von Vorteil, jemanden zu kennen, der bereits bei einem Homöopathen in Behandlung und mit diesem zufrieden ist. Leider kennt aber nicht jeder eine solche Person. Bei der Auswahl des geeigneten Therapeuten empfehle ich, darauf zu achten, dass er eine Ausbildung in klassischer Homöopathie besitzt. Dies bedingt, dass er lange und intensiv in der Materie geschult wurde. Ein klassischer Homöopath wird Sie bei Ihrem ersten Treffen sehr ausführlich zu verschiedensten Themen befragen. Ein solches Gespräch dauert ungefähr zwei Stunden. Beim Mittel, das er Ihnen verschreibt, handelt es sich nicht um einen Mehrfachkomplex sondern um eine einzige Arznei, die genau auf Sie und Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Diese Substanz muss in der Regel nur ein einziges Mal eingenommen werden. Der Therapeut steht Ihnen daraufhin telefonisch zur Verfügung, um über eintretende Veränderungen informiert zu werden oder um Ihre Fragen zu beantworten. Und nicht zuletzt spüren Sie auch selbst, ob Sie sich beim ausgesuchten Homöopathen gut aufgehoben fühlen. Auf offiziellen Listen können Sie ausserdem jemanden in Ihrer Umgebung finden.

 


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