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Sexualität

KarezzaEin Arzt, der auch in der chinesischen Medizin ausgebildet ist und damit arbeitet erzählte mir einmal, dass eine Frau zu seinem Meister kam und ihn fragte, was sie gegen ihre MS unternehmen könne. Der Meister antwortete ihr, dass sie in Zukunft ganz auf Orgasmen verzichten solle. Die Frau befolgte den Rat und wurde gesund. Ich kenne diese Geschichte zwar nur aus der Erzählung, dennoch gab sie mir zu denken. Damals hatte ich meine MS-Diagnose noch nicht bekommen, praktizierte jedoch eine ziemlich exzessive Sexualität, weshalb ich das Thema weiter verfolgte.

Bereits früher hatte ich von Karezza gehört und mich ein wenig damit auseinandergesetzt. Da ich immer einen festen Partner hatte und prinzipiell an geistigen Themen interessiert war, faszinierte mich diese Praktik sehr. Damals musste ich ernüchtert feststellen, dass alle je erschienen Bücher zu diesem Thema längst vergriffen waren. Deshalb verlief alles wieder ein wenig im Sand. Als ich nun mit der MS konfrontiert wurde, war die Frage auf einmal erneut aktuell. Über Antiquariate besorgte ich mir von jedem der Bücher ein Exemplar und studierte es eingehend.

Der "Erfinder" von Karezza, Sir Humphrey Noyes, kam zu der Überzeugung, dass die Geschlechtsorgane nebst der zeugenden auch eine soziale Funktion erfüllen. Der Sexualakt ist aus diesem Grunde nicht abzulehnen, sondern vielmehr zu bejahen, denn er ermöglicht es einem Paar, sich energetisch zu verbinden und auf diese Weise Nähe zu empfinden und die gegenseitige Liebe zu zelebrieren.

Karezza kommt ohne Orgasmus aus und ist dennoch umfassend befriedigend für beide Partner, was es vom "normalen" Sexualakt unterscheidet. Dies mag für die meisten Menschen ungewohnt klingen, aber wer möchte, kann es ja selbst einmal ausprobieren und wird über die Ergebnisse erstaunt sein.

Karezza als Weg zur beglückenden Liebeserfüllung durch Austausch der Lebenskräfte in Form von magnetischen Strömen war den Wissenden und Eingeweihten asiatischer Kulturen seit langem bekannt. Medizinische Gesellschaften in den USA führten Reihenuntersuchungen durch und konnten einwandfrei feststelllen, dass unter den Anhängern des neuen Systems der Prozentsatz an Nervenleidenden und Neurotikern weit geringer war als unter der übrigen Bevölkerung.

Karezza bedeutet so viel wie "innige Umarmung", was den Vorgang ziemlich gut beschreibt. Es geht hier nicht um Leidenschaft, sondern vielmehr um eine liebevolle Vereinigung männlicher und weiblicher Energien. Während der "herkömmliche" Zeugungsakt wie eine Expolosion ist, die sowohl dem Mann als auch der Frau Energie raubt (und ausserdem die Nerven überreizt), gleicht eine Karezza-Begegnung eher einem wunderschönen Feuerwerk, das einen beglückt und noch lange Zeit danach mit Kraft und Freude erfüllt.
 

Im Folgenden wird beschrieben, was dabei ungefähr abläuft:

In inniger Umarmung verbinden beide Partner ihre Herzen und spüren der Liebe nach, die zu fliessen beginnt und immer stärker wird. Dazu können sie einander streicheln, wo und wie es ihnen gerade beliebt. Wichtig ist, dass die Liebe dabei nicht von der Leidenschaft überdeckt wird. Liebevolle Blicke, ab und zu ein Lächeln verbinden immer wieder mit dem Partner oder der Partnerin und helfen, gedanklich und emotional nicht abzuschweifen.

Während des Geschlechtsakts achtet man intensiv auf die fliessenden Energieströme, die vom Partner oder der Partnerin ausgehen und auf diejenigen, die zu ihm oder ihr hinfliessen. Durch die Energien, die man so austauscht, werden die magnetischen Kräfte geweckt und aufgebaut. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, die Karezza-Vereinigung erfolgreich fortsetzen zu können. Das gelingt jedoch nur, wenn dabei die Leidenschaft nicht überhand nimmt, sondern sich den Gefühlen von Liebe und Freude unterordnet.

Am Punkt des stärksten Energieflusses angekommen, kann man in der körperlichen Vereinigung verharren oder wieder in die innige Umarmung des Anfangs übergehen. Was jetzt geschieht ist sehr schwer zu beschreiben. Es beginnt ein wunderbares Strömen und Fliessen am ganzen Körper, welches das ganze Wesen bis in sein Innerstes erfasst. Tiefste Gefühle der Liebe und Dankbarkeit, der Bewunderung und des Glücks erfüllen das ganze Sein und verbinden beide Partner in wundervollster Weise! Der ganze Körper scheint leise zu vibrieren, manchmal sieht man bei geschlossenen Augen ein Licht in seinem Innern aufleuchten und ist erfüllt von einer unbeschreiblichen Glückseligkeit. Sieht man seinem Partner oder der Partnerin jetzt in die Augen, glaubt man sein oder ihr innerstes Wesen zu erkennen. Es ist, als ergiesse man sich mit seinem ganzen Sein in die Partnerin oder werde völlig erfüllt von der wunderbaren Essenz des Partners!

Möglicherweise gibt es noch Stufen, die darüber hinaus führen, wo sich alles auflöst, grenzenlos wird, einen Punkt, wo diese Ekstase ihren Höhepunkt erreicht. Was auch kommen mag, Karezza ist ein Weg, der das Leben unglaublich verschönert und bereichert. Es soll sogar möglich sein, die aktivierten magnetischen Ströme zum Gegenüber fliessen zu lassen, um so bestehende Krankheiten positiv beeinflussen zu können.

 
Möglicherweise können solche Begegnungen den gewohnten Liebesakt eines Tages ersetzen. Sicher ist das nicht jedermanns Sache, aber mit etwas Übung kann es jedem Paar gelingen, sich auf diese Weise zu lieben. Wer möchte, darf sich gerne darauf einlassen. Ich wünsche Euch dabei wunderschöne Augenblicke!

 


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