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Ernährung

Copyright by Rainer Sturm / pixelio.deEs wird vermutet, dass die ungesunde Ernährung bei der Entstehung von MS ein bedeutender Faktor sein könnte. Dafür spricht beispielsweise die Tatsache, dass eineiige Zwillinge infolge abweichender Ernährungsgewohnheiten unterschiedliche Dispositionen für die Krankheit haben. Jedenfalls scheint hier die genetische Veranlagung eine untergeordnete Rolle zu spielen.

Es wurde beobachtet, dass Einwanderer aus einem Land mit geringer MS-Verbreitung in einen Staat mit einer höheren Betroffenenziffer unterschiedlich reagieren: wer vor seinem 15. Lebensjahr eingewandert ist, weist eine gleich grosse Wahrscheinlichkeit auf, an MS zu erkranken wie die Bewohner der neuen Heimat, während sich das Risiko für ältere Einwanderer nicht erhöht. Dies kann damit erklärt werden, dass Kinder sich mehr den Gepflogenheiten des Einwanderungslandes anpassen, während Erwachsene eher den Sitten ihres Herkunftslandes treu bleiben. Davon ist natürlich insbesondere auch die Ernährung betroffen.

Die Ernährungsweise in den Zonen mit grösserer Verbreitung der Multiplen Sklerose weist indes einige gemeinsame Merkmale auf. Es werden insbesondere grosse Mengen an Milchprodukten, Getreiden und gesättigten Fettsäuren verbraucht, was eine Beteiligung dieser Nahrungsmittel an der Entstehung der Krankheit nahe legt. In einer Untersuchung stellte sich heraus, dass Einwanderer nach Hawaii, je nach ihrem Herkunftsland, eine gesteigerte oder verminderte MS-Anfälligkeit aufwiesen. Lebten diese Menschen zuvor beispielsweise in Japan, steigerte sich die Zahl der MS-Fälle unter ihnen, handelte es sich jedoch um weisse Europäer, sank ihre Zahl mit der Einwanderung nach Hawaii. In Hawaii sind die Lebens- und Ernährungsbedingungen zum Teil westlichen Standards angepasst, jedoch noch nicht so ausgeprägt. Dies erklärt, warum sich bei den Asiaten die MS-Fälle häuften (ihre Ernährung verschlechterte sich), während sie bei der weissen Bevölkerung sank (ihre Ernährung wurde gesünder).

Ist die ungesunde Ernährung mitbeteiligt am Entstehen einer MS, dann liegt es nahe, dass eine natürliche Ernährung therapeutisch wirken muss. Dabei gibt es zwei augenscheinliche Faktoren zu beachten:
 

  • Eine intakte Blut-Hirn-Schranke verhindert das Eindringen von Immunzellen ins zentrale Nervensystem. Bei Menschen mit einer Multiplen Sklerose ist diese Blut-Hirn-Schranke durchbrochen, so dass Immunzellen ins ZNS gelangen können.
     
  • Bei einer MS-Erkrankung werden autoreaktive T-Zellen aktiviert und richten sich gegen das zentrale Nervensystem. Dort werden diverse Immunreaktionen ausgelöst, die das Myelin angreifen und zerstören können.
     

Die immer häufiger werdenden Nahrungsmittelallergien, chemische Zusätze in unserer Nahrung sowie der Verzehr grosser Mengen gesättigter Fettsäuren und der Mangel an ungesättigten Fetten scheinen die Hauptmerkmale einer MS-fördernden Ernährungsform zu sein. Dabei sind offenbar folgende Nahrungsmittelgruppen die Hauptursache für hypersensible Reaktionen: Milchprodukte, Getreide, Hülsenfrüchte, Eier und Hefe.

All' diese Nahrungsmittel sind, genau wie auch die gesättigten Fette, erst seit relativ kurzer Zeit Bestandteil unserer Ernährung geworden. Selbstverständlich assen Menschen schon vor Tausenden von Jahren Getreideprodukte, jedoch gab es damals nur die alten Sorten und man ass sie auch nicht so masslos wie heute. Die neueren Weizensorten sind besonders bedenklich, da es sich um künstlich hochgezüchtete Pflanzen handelt, die oft nur mit chemischer Hilfe gedeihen können. Es scheint, als ob die Menschheit gegenüber diesen "neueren" Nahrungsmitteln genetisch weniger tolerant ist, was zu einer Vielzahl von Zivilisationskrankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Krebs und Autoimmunerkrankungen führt.
 

Eine gesunde und einer Heilung der MS zuträgliche Ernährung beinhaltet folgende Komponenten:
 

  1. Vermeiden aller Allergie auslösender Nahrungsmittel (eventuell Allergien austesten lassen). Meistens handelt es sich dabei um eines oder mehrere folgender Produkte:
     
    -  Milchprodukte
    -  Getreide (besonders Weizen)
    -  Hülsenfrüchte
    -  Eier
    -  Hefe
     
  2. Starke Reduzierung der Einnahme von gesättigten Fetten. Diese zerstören die Blut-Hirn-Schranke und verursachen Mikro-Embolien im Körper!
     
  3. Unbedingt eine Darmsanierung durchführen, denn ein undichter Darm führt dazu, dass Nahrungsproteine in der Lage sind, ins Kreislaufsystem zu gelangen und dort zerstörende Immunreaktionen in Gang zu setzen.
     
  4. Da sich in Fleisch- und Wurstwaren sehr grosse Mengen an Arachidonsäure befindet, sollte auf eine weitgehend vegetarische Ernährung geachtet werden. Zweimal wöchentlich Fisch ist jedoch sehr zu empfehlen, da Fische vor allem Omega 3-Fettsäuren enthalten. Hier könnte lediglich die manchmal erhöhte Quecksilberkonzentration in Meerfischen bedenklich sein.
     

Generell lässt sich sagen, dass eine möglichst natürliche Ernährung unserem Körper sicher gut tut. Dogmatismus hingegen kann der Genesung manchmal eher hinderlich sein. Besonders dann, wenn man das Gefühl hat, auf etwas verzichten zu müssen, das man eigentlich gerne essen möchte. Auch hier kommt es ganz sicher wieder entscheidend auf die Einstellung an, mit der man seine Nahrung zubereitet und isst.

 


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